Glücksspielmetropole Macau: Das asiatische Vegas entdecken
Und das müsse sich ändern, verlangt Giegold im Gespräch mit dem Deutschlandfunk: "Ich fordere die Europäische Kommission auf, eine eigene Untersuchung für den Bereich des Online-Glücksspiels zu machen, weil ich davon ausgehe, dass es sich zumindest zum Teil um illegale Beihilfen Maltas im steuerlichen Sinne handelt." Malta lockt mit einer guten Infrastruktur und mit einer recht liberalen Regulierung des Marktes, die es erlaubt - Zitat: "einfach und unkompliziert ein globales Geschäft erfolgreich aufzuziehen." So steht es auf der Internetseite gamingmalta.org, die von einer Institution betrieben wird, hinter der die Regierung und die Spielaufsichtsbehörde stehen. Mit dem Abbau bürokratischer Hürden wolle man Unternehmen in das kleinste EU-Land holen, sagt Silvio Schembri, beigeordneter Minister für Finanzdienstleistungen und Digitalwirtschaft am Amtssitz des Premierministers: "Online-Spiele sind eine der Hauptsäulen der maltesischen Wirtschaft", so Schembri.
Was ist ein Online Casino?
Das ist alles illegal, was Tipico, was Bet and Win durchführen. Wir wollen, dass, wenn diese Anbieter in Deutschland tätig sind, das nach klaren Regeln, nach Standards geht und dass diese Anbieter vor allem auch Steuern zahlen, so wie es Lotto und Toto macht." Rudolph sagt: "Weil dieser graue Markt wächst und Toto und Lotto befürchtet zu Recht aus unserer Sicht, dass es starke Einbußen gibt. Und deswegen liegt die Hand des Handelns jetzt bei den Bundesländern und wir erwarten von Hessen endlich konstruktive Lösungen und keine Sonderwege. Hessen hat wie andere cas casino ab 1 euro einzahlung Bundesländer in dieser Frage nämlich vollständig versagt." Der Druck der Opposition scheint kaum nötig. Der hessische Finanzminister Thomas Schäfer verliert seinerseits die Geduld.
Rund-um-die-Uhr-Unterhaltung in Macau
Denn er sieht durch die privaten Wettanbieter auf Malta und in Gibraltar die 120 Millionen Euro in Gefahr, die die staatliche Gesellschaft "Lotto Hessen" bisher jährlich in die öffentlichen Kassen spülte. "So und nun sehen wir, dass der Markt uns über das Ausland und das Internet langsam Lotto ausräubert. Und wenn die Bundesländer nicht langsam aus dem Quark kommen, gemeinschaftlich darauf zu reagieren, sind wir an der Stelle genauso wieder zu spät und zum Schluss wundern sich dann alle Beteiligten, dass die das, was sie gerne verteidigen wollten, schon längst verloren haben." Glücksspielanbieter, gleich wo sie ihren Firmensitz haben, können auch für ihr Angebot im Netz werben, ohne dass deutsche Behörden regulierend eingreifen könnten. Ein "rechtsfreier Raum", sagt der hessische Finanzminister, es werde Zeit, die Anarchie zu beenden. Eine Anarchie, an der die Finanzminister hierzulande jedoch unter Umständen mitverdienen.
Interview in „Die Story“ des Bayerischen Rundfunks zum Thema „Mega-Hype Sportwetten: Zwischen Profit und Sucht“ (ab Minute 13:47)
Einige ausländische Glückspielveranstalter, Anbieter von Online-Wetten, zahlen Umsatzsteuer an die Finanzämter - obwohl sie in einer rechtlichen Grauzone am Werk sind. Ob sie zur Zahlung verpflichtet sind, ist offen. In einem aktuellen Verfahren vor dem Niedersächsischen Finanzgericht soll das geklärt werden. Dass manche Unternehmen schon jetzt Steuern an den deutschen Fiskus abführen, sei eine Art vorbeugende Maßnahme, meint Ingo Fiedler, Wirtschaftswissenschaftler an der Uni Hamburg. Dahinter stecke Kalkül mit Blick auf die laufenden, politischen Beratungen rund um einen Glücksspiel-Staatsvertrag für Deutschland: "Der Gedanke dabei ist, Problemen bei der späteren Lizenzvergabe vorzubeugen". "Der Bereich macht rund 11 Prozent unseres Bruttoinlandsproduktes aus, hat etwa 8.000 Beschäftigte", sagt der maltesische Politiker. "Aber das ist nicht alles: Das ist Teil eines Ökosystems für die Digitalwirtschaft. Mit einer starken Spielwirtschaft, einer starken IT- und Kommunikationsinfrastruktur und einer starken Finanzwirtschaft haben wir alles, was wir brauchen, damit die Digitalwirtschaft in Malta weiter wächst." Doch nicht immer wächst die Branche der Online-Spiele in die richtige Richtung, denn sie zieht auch Kriminelle an. Längst hat die italienische Mafia entdeckt, dass man via Malta gute Geschäfte machen und Geld waschen kann. Vor wenigen Monaten erst machte der Rückzug von fünf Online-Wett-Anbietern aus Malta Schlagzeilen, weil sie im Rahmen italienischer Antimafia-Ermittlungen in den Fokus geraten waren. Im vergangenen Jahr hatten Staatsanwälte in Palermo die Absicht einiger Clans aufgedeckt, massiv in die maltesische Online-Spiel-Wirtschaft zu investieren.
- Casino Estoril, Portugal
- Casino do Funchal, Madeira, Portugal
- Casino da Póvoa, Portugal
- Casino de Figueira da Foz, Portugal
- Casino de Vilamoura, Portugal
Die Operation hatte den passenden Titel "Game over", gegen 30 Personen wurde ermittelt. Auffällig ist, dass die maltesischen Behörden solche Verbindungen meist erst abstreiten und oft erst dann einschreiten, wenn die Beweise aus dem Ausland, zum Beispiel aus Italien, erdrückend sind. Der Rechtsanwalt macht seine Geschäfte vor allem in der Onlinespiel- und –wettbranche: "Diese Industrie hat, wie viele andere, einige unerwünschte Personen angezogen. Aber wenn man das in Malta in den Fokus rückt, ist man auf dem Holzweg", so der Anwalt Scicluna. Aber wenn man sich die maltesische Spielaufsichtsbehörde anschaut, und wie sie im Verhältnis zu anderen Regulierungsbehörden aufgestellt ist, mit ihren Möglichkeiten sich durchzusetzen und ihrem tatsächlichen Eingreifen in den Markt, dann schneidet sie sehr gut ab." Das Geschäftsmodell, auf das Malta und Steueroasen wie Gibraltar setzen, funktioniert vor allem, weil die Welt der Online-Wetten eine Grauzone ist. Private Spielhallen, Spielautomaten und das Internet-Glückspiel haben das Zeitalter der repräsentativen Spielbanken in mondänen Kurhäusern zunehmend abgelöst, so Ingo Fiedler, Wirtschaftswissenschaftler an der Uni Hamburg: "Ja, wir dürfen uns nichts vormachen. Das staatliche Spielcasino, das sind noch fünf Prozent vom Gesamtmarkt. Gar nicht so sehr wegen des Online-Glücksspiels. Auch, aber im Wesentlichen wegen der privaten Spielhallen", erklärt Fiedler.
Top 5 legale Online Spielotheken in Deutschland
Nach dem Motto: Wer zahlt, kann bleiben und bekommt eine Lizenz. Dass sich die deutschen Steuerbehörden darauf einlassen, dass sie an Online-Wetten "verdienen", für die es derzeit hierzulande keine Lizenzen gibt, löst beim grünen Europaabgeordneten Sven Giegold Kopfschütteln aus: "Das ist natürlich nicht ohne Ironie, dass der Staat sagt: Wenn etwas illegal ist, dann wollen wir wenigstens daran mitverdienen. "Und es ist nicht nur der deutsche Staat, der an der Anarchie im Online-Glücksspiel von ausländischen Standorten aus mitverdient. Und es ist nicht nur der deutsche Staat, der an der Anarchie im Online-Glücksspiel von ausländischen Standorten aus mitverdient. Profiteure sind auch die Banken und Zahlungsdienstleister.
Verantwortungsvoll spielen: Tipps & Anlaufstellen
Kreditkartenunternehmen etwa kassieren für alle Geldtransfers zwischen Online-Zockern in Deutschland und den Casinos beziehungsweise den Wettanbietern besonders hohe Gebühren.Ingo Fiedler: "Zahlungsdienstleister staffeln ihre Vermittlungsgebühren nach dem Risikoprinzip. Bei Online-Glücksspielen werden die Risiken von Betrug sowie die rechtlichen Risiken der Transaktion von Geldern für ein potentiell illegales Angebot mit eingepreist." Ingo Fiedler: "Zahlungsdienstleister staffeln ihre Vermittlungsgebühren nach dem Risikoprinzip. Von 100 Euro, die ein Online-Spieler in Deutschland an ein Casino auf Malta überweist, kassieren die Dienstleister fünf bis sechs Euro Gebühren. Die Unternehmen verdienen an der Spielsucht mit, und das gleich zweifach: Denn ein Teil der Glücksspieleinsätze wird wiederum als Gewinn an die Zocker in Deutschland zurücküberwiesen. Und jede Transaktion in diesem staatlich nicht regulierten Markt steigert die Umsätze der Finanzdienstleister.
Eintrag auf der GGL Whitelist
Ingo Fiedler: "Da nicht alle eingezahlten Gelder komplett verspielt werden, sondern Gewinne auch ausgezahlt werden, bleibt am Ende des Tages ein sehr großes Stück vom Kuchen des Online-Glücksspielgeschäfts bei den Zahlungsanbietern hängen. Insgesamt schätze ich die Umsätze durch Zahlungsabwicklung mit nicht in Deutschland lizensierten Angeboten auf rund 350 Millionen Euro pro Jahr." Sven Giegold, der grüne Europaabgeordnete, bringt die Sache so auf den Punkt: "Also, die Banken verdienen sich eine goldene Nase mit einem Geschäft, das illegal ist." Und weiter: "Im Spielcasino werden 80 Prozent der Umsätze mit Automaten gemacht und da die Tischspiele natürlich deutlich kostenintensiver sind, fast der Großteil des gesamten Gewinns. Und die Automaten haben einfach große Konkurrenz in den privaten Spielhallen. Die privaten Spielhallen sind 55 Prozent des gesamten deutschen Glückspielmarktes.
Top 10 seriöse Online Casinos im Internet
Dann haben wir noch einen sehr großen Bereich Lotterien. Und der Rest sind dann Sportwetten und Online-Glücksspiele, die Spielcasinos sind verschwindend unwichtig." Ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts aus dem Jahr 2006 schränkte das bis dahin noch geltende staatliche Lotteriemonopol stark ein. Im anschließend von den Bundesländern verabschiedeten Glückspielstaatsvertrag wurden damit staatlichen Anbietern Sportwetten im Internet verboten. Die in Deutschland nicht lizensierten Internet-Wettanbieter, die nun von Malta und Gibraltar aus den Sportwetten-Markt erobern, drängen so auch die staatlichen Lotterien zurück.
| Resort | Ort | Land/Region | Anmerkung |
|---|---|---|---|
| The Venetian Macao | Macau | Sonderverwaltungszone China | Größtes Casino der Welt nach Fläche |
| Marina Bay Sands | Singapur | Singapur | Ikone mit Infinity-Pool |
| MGM Grand Las Vegas | Las Vegas | USA (Nevada) | Eines der größten Hotels weltweit |
| City of Dreams | Macau | Sonderverwaltungszone China | Großes integriertes Resort mit Shows |
Während der staatliche Anbieter "Lotto Hessen" 20 Prozent seiner Gewinne für gemeinnützige Zwecke ausschüttet, müssten die Internet-Firmen mit Sitz im Ausland keine Abgaben zahlen, beklagt der hessische Finanzminister und Aufsichtsratsvorsitzende von "Lotto-Hessen", Thomas Schäfer von der CDU. "Derjenige, der sich einer staatlichen Lizensierung unterzieht, der bestimmte Mindestbedingungen erfüllt, so wie wir das bei den Sportwetten-Regulierungsvorschlägen hatten, der auch bereit ist, seine Abgaben zu bezahlen, seinen steuerlichen Pflichten zu genügen, so dass es eine Wettbewerbsgleichheit gibt", sagt der CDU-Politiker. "Wir haben im Moment das große Problem, Abgaben zahlen die Wettbewerber nicht und gleichzeitig kann er (Lotto, Anmerk. d. Red) geringere Gewinnquoten als die Illegalen." Er ist parlamentarischer Geschäftsführer der größten Oppositionsfraktion im hessischen Landtag, der SPD-Fraktion. Ihm sind vor allem die Anbieter privater Sportwetten im Internet ein Dorn im Auge: "Wir erwarten, dass der Bereich der Sportwetten nicht weiter im Graubereich liegt. Das ist alles illegal, was Tipico, was Bet and Win durchführen. Wir wollen, dass, wenn diese Anbieter in Deutschland tätig sind, das nach klaren Regeln, nach Standards geht und dass diese Anbieter vor allem auch Steuern zahlen, so wie es Lotto und Toto macht." Rudolph sagt: "Weil dieser graue Markt wächst und Toto und Lotto befürchtet zu Recht aus unserer Sicht, dass es starke Einbußen gibt. Und deswegen liegt die Hand des Handelns jetzt bei den Bundesländern und wir erwarten von Hessen endlich konstruktive Lösungen und keine Sonderwege. Hessen hat wie andere cas casino ab 1 euro einzahlung Bundesländer in dieser Frage nämlich vollständig versagt." Der Druck der Opposition scheint kaum nötig. Der hessische Finanzminister Thomas Schäfer verliert seinerseits die Geduld. Denn er sieht durch die privaten Wettanbieter auf Malta und in Gibraltar die 120 Millionen Euro in Gefahr, die die staatliche Gesellschaft "Lotto Hessen" bisher jährlich in die öffentlichen Kassen spülte.
- Casino de Knokke, Belgien
- Casino de Namur, Belgien
- Casino de Blankenberge, Belgien
- Casino Middelkerke, Belgien
- Casino Ostende, Belgien
"So und nun sehen wir, dass der Markt uns über das Ausland und das Internet langsam Lotto ausräubert. Und wenn die Bundesländer nicht langsam aus dem Quark kommen, gemeinschaftlich darauf zu reagieren, sind wir an der Stelle genauso wieder zu spät und zum Schluss wundern sich dann alle Beteiligten, dass die das, was sie gerne verteidigen wollten, schon längst verloren haben." Glücksspielanbieter, gleich wo sie ihren Firmensitz haben, können auch für ihr Angebot im Netz werben, ohne dass deutsche Behörden regulierend eingreifen könnten. Ein "rechtsfreier Raum", sagt der hessische Finanzminister, es werde Zeit, die Anarchie zu beenden. Eine Anarchie, an der die Finanzminister hierzulande jedoch unter Umständen mitverdienen. Einige ausländische Glückspielveranstalter, Anbieter von Online-Wetten, zahlen Umsatzsteuer an die Finanzämter - obwohl sie in einer rechtlichen Grauzone am Werk sind. Ob sie zur Zahlung verpflichtet sind, ist offen. In einem aktuellen Verfahren vor dem Niedersächsischen Finanzgericht soll das geklärt werden. Dass manche Unternehmen schon jetzt Steuern an den deutschen Fiskus abführen, sei eine Art vorbeugende Maßnahme, meint Ingo Fiedler, Wirtschaftswissenschaftler an der Uni Hamburg. Dahinter stecke Kalkül mit Blick auf die laufenden, politischen Beratungen rund um einen Glücksspiel-Staatsvertrag für Deutschland: "Der Gedanke dabei ist, Problemen bei der späteren Lizenzvergabe vorzubeugen". Nach dem Motto: Wer zahlt, kann bleiben und bekommt eine Lizenz. Dass sich die deutschen Steuerbehörden darauf einlassen, dass sie an Online-Wetten "verdienen", für die es derzeit hierzulande keine Lizenzen gibt, löst beim grünen Europaabgeordneten Sven Giegold Kopfschütteln aus: "Das ist natürlich nicht ohne Ironie, dass der Staat sagt: Wenn etwas illegal ist, dann wollen wir wenigstens daran mitverdienen. "Und es ist nicht nur der deutsche Staat, der an der Anarchie im Online-Glücksspiel von ausländischen Standorten aus mitverdient. Und es ist nicht nur der deutsche Staat, der an der Anarchie im Online-Glücksspiel von ausländischen Standorten aus mitverdient. Profiteure sind auch die Banken und Zahlungsdienstleister.
- Casino Austria, Wien
- Casino de Montreux, Schweiz
- Casino Barcelona, Spanien
- Holland Casino Amsterdam, Niederlande
- Casino de Paris, Frankreich
- Casino de Enghien, Frankreich
Kreditkartenunternehmen etwa kassieren für alle Geldtransfers zwischen Online-Zockern in Deutschland und den Casinos beziehungsweise den Wettanbietern besonders hohe Gebühren.Ingo Fiedler: "Zahlungsdienstleister staffeln ihre Vermittlungsgebühren nach dem Risikoprinzip. Bei Online-Glücksspielen werden die Risiken von Betrug sowie die rechtlichen Risiken der Transaktion von Geldern für ein potentiell illegales Angebot mit eingepreist." Ingo Fiedler: "Zahlungsdienstleister staffeln ihre Vermittlungsgebühren nach dem Risikoprinzip. Von 100 Euro, die ein Online-Spieler in Deutschland an ein Casino auf Malta überweist, kassieren die Dienstleister fünf bis sechs Euro Gebühren.
So könnt ihr im Online Casino im Ausland spielen
Und das müsse sich ändern, verlangt Giegold im Gespräch mit dem Deutschlandfunk: "Ich fordere die Europäische Kommission auf, eine eigene Untersuchung für den Bereich des Online-Glücksspiels zu machen, weil ich davon ausgehe, dass es sich zumindest zum Teil um illegale Beihilfen Maltas im steuerlichen Sinne handelt." Malta lockt mit einer guten Infrastruktur und mit einer recht liberalen Regulierung des Marktes, die es erlaubt - Zitat: "einfach und unkompliziert ein globales Geschäft erfolgreich aufzuziehen." So steht es auf der Internetseite gamingmalta.org, die von einer Institution betrieben wird, hinter der die Regierung und die Spielaufsichtsbehörde stehen. Mit dem Abbau bürokratischer Hürden wolle man Unternehmen in das kleinste EU-Land holen, sagt Silvio Schembri, beigeordneter Minister für Finanzdienstleistungen und Digitalwirtschaft am Amtssitz des Premierministers: "Online-Spiele sind eine der Hauptsäulen der maltesischen Wirtschaft", so Schembri. "Der Bereich macht rund 11 Prozent unseres Bruttoinlandsproduktes aus, hat etwa 8.000 Beschäftigte", sagt der maltesische Politiker. "Aber das ist nicht alles: Das ist Teil eines Ökosystems für die Digitalwirtschaft. Mit einer starken Spielwirtschaft, einer starken IT- und Kommunikationsinfrastruktur und einer starken Finanzwirtschaft haben wir alles, was wir brauchen, damit die Digitalwirtschaft in Malta weiter wächst." Doch nicht immer wächst die Branche der Online-Spiele in die richtige Richtung, denn sie zieht auch Kriminelle an.
Merkur Spielautomaten ohne Lizenz
Längst hat die italienische Mafia entdeckt, dass man via Malta gute Geschäfte machen und Geld waschen kann. Vor wenigen Monaten erst machte der Rückzug von fünf Online-Wett-Anbietern aus Malta Schlagzeilen, weil sie im Rahmen italienischer Antimafia-Ermittlungen in den Fokus geraten waren. Im vergangenen Jahr hatten Staatsanwälte in Palermo die Absicht einiger Clans aufgedeckt, massiv in die maltesische Online-Spiel-Wirtschaft zu investieren. Die Operation hatte den passenden Titel "Game over", gegen 30 Personen wurde ermittelt. Auffällig ist, dass die maltesischen Behörden solche Verbindungen meist erst abstreiten und oft erst dann einschreiten, wenn die Beweise aus dem Ausland, zum Beispiel aus Italien, erdrückend sind.
Spielarten im Überblick
Der Rechtsanwalt macht seine Geschäfte vor allem in der Onlinespiel- und –wettbranche: "Diese Industrie hat, wie viele andere, einige unerwünschte Personen angezogen. Aber wenn man das in Malta in den Fokus rückt, ist man auf dem Holzweg", so der Anwalt Scicluna. Aber wenn man sich die maltesische Spielaufsichtsbehörde anschaut, und wie sie im Verhältnis zu anderen Regulierungsbehörden aufgestellt ist, mit ihren Möglichkeiten sich durchzusetzen und ihrem tatsächlichen Eingreifen in den Markt, dann schneidet sie sehr gut ab." Das Geschäftsmodell, auf das Malta und Steueroasen wie Gibraltar setzen, funktioniert vor allem, weil die Welt der Online-Wetten eine Grauzone ist. Private Spielhallen, Spielautomaten und das Internet-Glückspiel haben das Zeitalter der repräsentativen Spielbanken in mondänen Kurhäusern zunehmend abgelöst, so Ingo Fiedler, Wirtschaftswissenschaftler an der Uni Hamburg: "Ja, wir dürfen uns nichts vormachen. Das staatliche Spielcasino, das sind noch fünf Prozent vom Gesamtmarkt. Die Unternehmen verdienen an der Spielsucht mit, und das gleich zweifach: Denn ein Teil der Glücksspieleinsätze wird wiederum als Gewinn an die Zocker in Deutschland zurücküberwiesen. Und jede Transaktion in diesem staatlich nicht regulierten Markt steigert die Umsätze der Finanzdienstleister. Ingo Fiedler: "Da nicht alle eingezahlten Gelder komplett verspielt werden, sondern Gewinne auch ausgezahlt werden, bleibt am Ende des Tages ein sehr großes Stück vom Kuchen des Online-Glücksspielgeschäfts bei den Zahlungsanbietern hängen. Insgesamt schätze ich die Umsätze durch Zahlungsabwicklung mit nicht in Deutschland lizensierten Angeboten auf rund 350 Millionen Euro pro Jahr." Sven Giegold, der grüne Europaabgeordnete, bringt die Sache so auf den Punkt: "Also, die Banken verdienen sich eine goldene Nase mit einem Geschäft, das illegal ist."
Fazit: Die besten Online Casinos spielen legal mit deutscher Lizenz
Gar nicht so sehr wegen des Online-Glücksspiels. Auch, aber im Wesentlichen wegen der privaten Spielhallen", erklärt Fiedler. Und weiter: "Im Spielcasino werden 80 Prozent der Umsätze mit Automaten gemacht und da die Tischspiele natürlich deutlich kostenintensiver sind, fast der Großteil des gesamten Gewinns. Und die Automaten haben einfach große Konkurrenz in den privaten Spielhallen. Die privaten Spielhallen sind 55 Prozent des gesamten deutschen Glückspielmarktes.
UK Gambling Commission
Dann haben wir noch einen sehr großen Bereich Lotterien. Und der Rest sind dann Sportwetten und Online-Glücksspiele, die Spielcasinos sind verschwindend unwichtig." Ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts aus dem Jahr 2006 schränkte das bis dahin noch geltende staatliche Lotteriemonopol stark ein. Im anschließend von den Bundesländern verabschiedeten Glückspielstaatsvertrag wurden damit staatlichen Anbietern Sportwetten im Internet verboten. Die in Deutschland nicht lizensierten Internet-Wettanbieter, die nun von Malta und Gibraltar aus den Sportwetten-Markt erobern, drängen so auch die staatlichen Lotterien zurück. Während der staatliche Anbieter "Lotto Hessen" 20 Prozent seiner Gewinne für gemeinnützige Zwecke ausschüttet, müssten die Internet-Firmen mit Sitz im Ausland keine Abgaben zahlen, beklagt der hessische Finanzminister und Aufsichtsratsvorsitzende von "Lotto-Hessen", Thomas Schäfer von der CDU.
Was ist der Unterschied zwischen einer GGL-Lizenz und einer Länderlizenz?
"Derjenige, der sich einer staatlichen Lizensierung unterzieht, der bestimmte Mindestbedingungen erfüllt, so wie wir das bei den Sportwetten-Regulierungsvorschlägen hatten, der auch bereit ist, seine Abgaben zu bezahlen, seinen steuerlichen Pflichten zu genügen, so dass es eine Wettbewerbsgleichheit gibt", sagt der CDU-Politiker. "Wir haben im Moment das große Problem, Abgaben zahlen die Wettbewerber nicht und gleichzeitig kann er (Lotto, Anmerk. d. Red) geringere Gewinnquoten als die Illegalen." Er ist parlamentarischer Geschäftsführer der größten Oppositionsfraktion im hessischen Landtag, der SPD-Fraktion. Ihm sind vor allem die Anbieter privater Sportwetten im Internet ein Dorn im Auge: "Wir erwarten, dass der Bereich der Sportwetten nicht weiter im Graubereich liegt.
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